Ab dem 22. September droht Megastau in Poppenbüttel – CDU fordert schnelle Anpassung der Ampelschaltung

Stau Poppenbüttel Ampelschaltung

Täglich kommt es aufgrund der Baumaßnahmen an der Harksheider Straße bereits jetzt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Ulzburger Straße. Die CDU warnt: Ab dem 22. September wird sich die Situation nochmals deutlich verschärfen.

„Die einzige kurzfristig wirksame Maßnahme gegen den täglichen Dauerstau ist eine Anpassung der Ampelschaltung an der Kreuzung Ulzburger Straße / Ring 3“, erklärt Wolfgang Kühl, regionalpolitischer Sprecher der CDU für das Alstertal. Bereits am 22. August 2025 hatte die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) auf Nachfrage zugesagt, die Ampelschaltung bis zum 29. August zu überprüfen. Auf erneute Nachfrage am 8. September erklärte die Präsidialabteilung lediglich, das Anliegen sei nicht vergessen worden. Eine Rückmeldung liegt bis heute nicht vor.

„Die Alstertalerinnen und Alstertaler haben keinerlei Verständnis dafür, dass die Verkehrsbehörde hier nicht handelt“, so Kühl. „Es würde schon helfen, wenn der stadtauswärtige Verkehr auf der Alsterkrugchaussee eine etwas kürzere Grünphase erhielte – dann könnten deutlich mehr Fahrzeuge aus der Ulzburger Straße auf den Ring 3 abbiegen.“

Verkehrsinfarkt ab 22. September droht

Mit dem Abschluss des dritten Bauabschnitts wird die Harksheider Straße stadteinwärts zwischen Norderstedt und Ulzburger Straße wieder freigegeben. Das freut die ansässigen Unternehmen im Gewerbegebiet Poppenbütteler Bogen – gleichzeitig bedeutet es aber, dass tausende Fahrzeuge zusätzlich über die Ulzburger Straße müssen. Kühl warnt: „Die Folge wird ein noch längerer Rückstau auf der Ulzburger Straße – und ein echter Verkehrsinfarkt in Poppenbüttel.“

Auch Buslinien massiv betroffen

Aktuell stehen bereits die Buslinien 176 und 276 täglich im Stau. Ab dem 19. September sollen auch die Expressbuslinie X27 sowie der Stadtbus 178 wieder über den nördlichen Abschnitt der Harksheider Straße in beide Richtungen verkehren – und würden damit ebenfalls vom Megastau betroffen sein.

Die CDU hatte deshalb vorgeschlagen, die Linien X27 und 178 stadteinwärts weiterhin über den Tegelsbarg zu führen, um Verspätungen zu vermeiden. Die Hochbahn lehnte dies jedoch ab – mit Verweis auf die Wichtigkeit des ursprünglichen Linienwegs.

Kühl dazu: „Was nützt ein korrekter Linienverlauf, wenn die Busse permanent im Stau stehen? Hier fehlt es klar an Pragmatismus. Verkehrsbehörde und Hochbahn betreiben eine Vogel-Strauß-Politik – sie stecken den Kopf in den Sand und ignorieren die täglichen Verkehrsprobleme der Menschen im Alstertal.“