CDU fordert entschlossenes Handeln für Sicherheit und bessere Lebensbedingungen in Steilshoop

Die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek forderte im Rahmen der Aktuellen Stunde in der gestrigen Bezirksversammlung angesichts der anhaltenden Problemlage in Steilshoop umgehende Maßnahmen von Senat und Verwaltung.

Zum wiederholten Mal kam es in der Silvesternacht zu Sachbeschädigungen und Angriffen auf Einsatzkräfte, wodurch das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort weiterhin erheblich beeinträchtigt wird. Nur durch das schnelle Eingreifen der Polizei konnte Schlimmeres verhindert werden. Die CDU bekräftigt ihre langjährige Forderung nach einer eigenen Polizeidienststelle sowie nach mehr dauerhafter Präsenz im Stadtteil. Ein bezirklicher Ordnungsdienst soll zudem die Polizei entlasten.

Die laufenden Bauarbeiten für die U5 führen momentan zu längeren Wegen und erschwerten Zugängen zu Ärzten, Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten, insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen. Die CDU setzt sich deshalb für Shuttle-Angebote und barrierefreie Ersatzhaltestellen ein.

Auch die soziale Situation bleibt angespannt: Der Sozialraumindex in Steilshoop ist laut Sozialmonitoring teilweise gesunken oder stabil auf schwachem Niveau, während gleichzeitig die Straßensozialarbeit in Wandsbek abgeschafft wurde. Eine einzige Stelle für Jugendsozialarbeit in Steilshoop ist nach Ansicht der CDU deutlich zu wenig.

Besonders alarmierend ist die medizinische Versorgung. Von vier Hausarztstellen sind aktuell nur zwei besetzt – für rund 20.000 Einwohner. Die CDU sieht gemeinsam mit dem Sozialverband Deutschland dringenden Handlungsbedarf und fordert kurzfristige Lösungen, statt auf Projekte in ferner Zukunft zu vertrösten.

Bereits 2019 hat die CDU die Einrichtung eines Medizinischen Gesundheitszentrums für Steilshoop beantragt (Drs. 21-0658). Jens Wagner, Bezirksabgeordneter der CDU Wandsbek, betont: „Die Zeit der Versprechungen ist vorbei – wir brauchen jetzt konkrete Taten, damit die Menschen in Steilshoop sicher und gut versorgt leben können.“