Die CDU-Fraktion setzt sich erneut für die Einführung eines Pilotprojekts „Nette Toilette“ im Bezirk Wandsbek ein. Ziel ist es, die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Toiletten deutlich zu verbessern und gleichzeitig kostspielige Neubauten zu vermeiden. Grundlage hierfür ist ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek (Drs. 22-3567).
„Viele Menschen kennen das Problem: Öffentliche Toiletten sind selten, oft nur zentral gelegen und verursachen hohe Investitions- sowie Unterhaltungskosten. Mit der ‚Netten Toilette‘ wollen wir eine pragmatische und bürgerfreundliche Lösung schaffen“, erklärt Dr. Rizza Michallek, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek.
Das Konzept sieht vor, dass gastronomische Betriebe oder andere geeignete Einrichtungen ihre Toiletten kostenlos für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten die teilnehmenden Betriebe eine monatliche Pauschale von der Kommune. Ein Aufkleber an den Eingängen weist Bürgerinnen und Bürger auf die Nutzungsmöglichkeit hin.
Bereits im Jahr 2020 hatte die CDU-Fraktion in Wandsbek einen entsprechenden Vorstoß für die Einführung einer „Netten Toilette“ in Rahlstedt unternommen. Damals scheiterte die Umsetzung jedoch laut zuständiger Fachbehörde an fehlenden finanziellen Mitteln.
Inzwischen gewinnt das Konzept jedoch zunehmend an Bedeutung: Bundesweit beteiligen sich bereits mehr als 350 Städte und Gemeinden an dem Modell, darunter Bremen, Hannover und Lübeck. Auch in Hamburg wird die Idee inzwischen konkret aufgegriffen. So soll im Bezirk Hamburg-Nord ein Pilotprojekt in Barmbek-Nord mit zunächst zehn freiwilligen Betrieben umgesetzt werden.
Die CDU-Fraktion schlägt vor, ein entsprechendes Pilotprojekt nun auch in Wandsbek, beispielsweise in Volksdorf und/oder Rahlstedt, zu starten.
„Gerade in einem großen Flächenbezirk wie Wandsbek brauchen wir ein besseres und dichteres Angebot an öffentlichen Toiletten. Die ‚Nette Toilette‘ kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten – kostengünstig, schnell umsetzbar und in Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben“, so Michallek.
