Nach der flächendeckenden Absage der Wochenmärkte im Bezirk Wandsbek im Januar und den nun vorliegenden Antworten des Bezirksamtes auf die Kleine Anfrage der CDU-Fraktion (Drs. 22-2938) bringt die CDU einen Antrag in die Bezirksversammlung ein (Drs. 22-3042), um das Marktwesen im Bezirk künftig verlässlicher abzusichern.
„Die Antworten der Verwaltung machen deutlich, dass es an klaren, transparenten und abgestimmten Verfahren fehlt“, erklärt Dr. Natalie Hochheim, Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek. „Für die Marktbeschicker ist entscheidend, dass sie sich auf die Durchführung der Märkte verlassen können und genau diese Verlässlichkeit hat gefehlt.“
In der Antwort des Bezirksamtes wird bestätigt, dass die Wochenmärkte in Wandsbek am Freitag und Samstag (09. + 10. Januar 2026) auf Grundlage einer Unwetterwarnung abgesagt wurden. Gleichzeitig räumt die Verwaltung ein, dass in anderen Bezirken wie Eimsbüttel, Hamburg-Nord und Harburg Märkte teilweise stattfinden konnten – ohne dass die Gründe für diese unterschiedlichen Entscheidungen bekannt seien.
„Wenn bei vergleichbarer Wetterlage unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden, ist nicht das Wetter das Problem, sondern das Verfahren“, so Hochheim weiter.
Zudem macht das Bezirksamt deutlich, dass Marktbeschicker und Marktobleute vor der Entscheidung nicht einbezogen wurden. Gespräche fanden erst nach der Absage statt. Auch Sanktionen gegen Händler, die trotz Absage aufgebaut hätten, seien grundsätzlich möglich.
Besonders problematisch ist aus Sicht der CDU, dass es eine solche flächendeckende, pauschale Absage aller Wochenmärkte in einzelnen Bezirken bislang nicht gegeben hat. Dies habe bei vielen Marktbeschickern die Sorge ausgelöst, dass künftig noch schneller und möglicherweise auch aus organisatorischen Gründen abgesagt werde.
Mit ihrem Antrag fordert die CDU-Fraktion daher ein klares politisches Bekenntnis zum Marktwesen, transparente und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen, standortbezogene Einzelfallbewertungen statt pauschaler Absagen sowie die Einbindung der Marktobleute in Entscheidungsprozesse.
„Wochenmärkte sind kein freiwilliges Angebot, sondern ein zentraler Bestandteil der Nahversorgung und des Stadtteillebens“, sagt Silke Bertram, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek. „Kurzfristige Absagen verursachen wirtschaftliche Schäden für die Marktbeschicker. Unser Antrag soll sicherstellen, dass Märkte auch künftig überall dort stattfinden, wo dies verantwortbar möglich ist.“
