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Digitale Sammlung für Erinnerungen zur Corona-Pandemie – Projekt „coronarchiv“ gestartet

Corona beeinflusst alle Aspekte des Lebens – auch die Forschung und politische Bildung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hamburg, Bochum und Gießen initiieren in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg das Projekt „coronarchiv“. Das Portal soll die Pandemie in Zeiten von Kontaktsperre und Homeoffice dokumentieren.

Das Coronavirus und die politischen Reaktionen darauf verändern Alltag, Arbeit und Freizeit der Menschen fundamental. Schon heute werden die Pandemie und ihre Folgen als historisch gekennzeichnet. In der Presse und in den sozialen Medien sind Bilder, O-Töne und Videos omnipräsent. Sie dokumentieren, ordnen ein und bewerten. Das „coronarchiv“ soll diese zeitgeschichtlichen Dokumente digital sammeln und archivieren.

Das Onlineportal ist allen zugänglich, sodass jede und jeder persönliche Erinnerungen und Fundstücke zur „Corona-Krise“ beitragen kann. „Es entsteht eine zentrale Anlaufstelle zur Dokumentation der Gegenwart, die nicht nur eine spätere Rückschau auf die Ereignisse des Jahres 2020 ermöglicht, sondern auch für die künftige Forschung und politische Bildung zur Verfügung steht“, erklärt Thorsten Logge, Juniorprofessor für Public History an der Universität Hamburg.

Das „coronarchiv“ lädt dazu ein, Texte, Fotos, Sounds und Videos unkompliziert hochzuladen und damit für die Zukunft zu sichern. Die Objekte werden mit Metadaten wie Entstehungsdatum und -ort versehen und Nutzerinnen und Nutzern des Portals zur Verfügung gestellt. Das Portal befindet sich im Aufbau und ist online unter www.coronarchiv.de sowie in den sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram und TikTok) unter @coronarchiv zu finden. Das Projekt startet auf Deutsch, weitere Sprachen sollen hinzukommen. Interessierte können sich über das Kontaktformular auf der Webseite bei dem Projektteam melden.

„coronarchiv“ ist ein gemeinsames Public-History-Projekt der Universitäten Hamburg (Projektleitung: Prof. Dr. Thorsten Logge, Nils Steffen, M.A), Bochum (Projektleitung: Prof. Dr. Christian Bunnenberg) und Gießen (Projektleitung: Benjamin Roers, M.A.) in Zusammenarbeit mit dem Medizinhistorischen Museum Hamburg, dem Museum für Hamburgische Geschichte und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

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