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Ein Jahr Sport in der Corona-Pandemie: Hamburg plant weitere Millionenhilfen

Ein Jahr Sport in der Corona-Pandemie: Hamburg plant weitere Millionenhilfen

 

Direkte Zuschüsse für dringend notwendige Hygiene- und Schutzmaßnahmen der Vereine werden um bis zu 50 Prozent erhöht. Sportsenator Andy Grote kündigt weiteres Maßnahmenpaket an.

 

Hamburg hat seit Inkrafttreten der Einschränkungen im Zuge der Pandemie-Bekämpfung ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das sicherstellen soll, dass der Sport gut durch die Krise kommt. Ein Jahr nach Beginn der Hilfsmaßnahmen für den Hamburger Sport hat die Stadt den Antragstellern inzwischen rund sieben Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Demnach wurden bisher 362 Anträge bewilligt und 5.256.696,42 Euro an direkten und nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen ausgezahlt. Hinzu kommen weitere zinsgünstige Darlehen im Rahmen des Förderkredits Sport der Hamburgischen Investitions- und Förderbank. 17 Antragssteller erhielten demnach 1.702.972 Euro.

 

Die Zahlen setzen sich nach vorläufiger Auswertung im Einzelnen wie folgt zusammen: Im Rahmen des ersten Nothilfefonds Sport im vergangenen Frühjahr erhielten 86 Antragssteller aus dem Bereich des Sports insgesamt 1.131.833,66 Euro. Im Zuge des Nothilfefonds II, der im November vergangenen Jahres an den Start ging, wurden 186 Anträge genehmigt und bislang 3.689.861,72 Euro an direkten Zuschüssen bewilligt. Für Hygiene- und Schutzmaßnahmen wurden zusätzlich 435.001,04 Euro für 90 Vereine bereitgestellt.

 

Gemeinnützige Sportvereine und als Wirtschaftsbetrieb ausgegliederte Lizenzspielerabteilungen können auch weiterhin direkte Zuschüsse für aufgrund der Corona-Pandemie dringend notwendige Hygiene- und Schutzmaßnahmen beantragen. Die entsprechende Richtlinie wurde noch einmal bis 30. Juni 2021 verlängert. Zudem werden die maximalen Förderbeträge für Vereine um 50 Prozent erhöht. Die maximale Förderhöhe je Wirtschaftsbetrieb beträgt weiterhin 100.000 Euro. Anträge können wie bisher beim Hamburger Sportbund e. V. (für Mitgliedsvereine) und beim Landessportamt (für alle übrigen Antragsteller) gestellt werden.

 

Die maximale Förderhöhe für Sportvereine richtet sich nach der Anzahl der Vereinsmitglieder. Dabei werden bis zu 50 Prozent der nachgewiesenen Belastungen gefördert.

 

Vereinsmitglieder Maximaler Förderbetrag in Euro
bis zu 500 7.500
501 bis 1.000 15.000
1.001 bis 3.000 22.500
Mehr als 3.000 30.000

 

Aktuell arbeitet das Landessportamt der Behörde für Inneres und Sport in enger Abstimmung mit der Finanzbehörde, dem Hamburger Sportbund und weiteren Akteuren im Sport an einem umfassenden weiteren Förderpaket in Millionenhöhe, das den Sport angesichts der gravierenden Pandemiefolgen unterstützen und ihm darüber hinaus einen erheblichen Schub verleihen soll. Vereine, die in besonderem Maße von Mitgliederverlusten betroffen sind, sollen mit weiteren direkten Zuschüssen gestärkt werden. Zudem werden Corona-bedingte Mehrkosten bei Veranstaltungen in diesem Jahr teilweise kompensiert. Kernstück bildet darüber hinaus eine Initiative zur Gewinnung neuer Mitglieder in den Sportvereinen. Die Vereine sollen so in die Lage versetzt werden, ihre finanzielle Basis zügig wieder auf das Vorkrisenniveau stellen zu können.

 

Sportsenator Andy Grote: „Die Stärke der Active City beweist sich in der Krise. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Finanzbehörde und dem HSB ist es uns gelungen, unsere Hilfen schnell und unkompliziert an die Vereine zu bringen. Bisher haben wir keinen Verein verloren, aber wir wissen, dass auch noch erhebliche Herausforderungen vor uns liegen. Deshalb bereiten wir aktuell das nächste Maßnahmenpaket vor, das den Sport mit Rückenwind aus der Krise bringen soll. Geplant sind weitere direkte Zuschüsse für wirtschaftlich besonders hart getroffene Vereine und vor allem eine breit angelegte Mitgliederkampagne. Es ist von großer Bedeutung, dass die Vereine ihren Mitgliederbestand schnell wieder erhöhen. Dabei wollen wir helfen und Anreize zum Eintritt schaffen.“

 

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Wir setzen alles daran, dass der Sport nach der Pandemie möglichst schnell und vollumfänglich wieder an den Start gehen kann. Es ist daher richtig, jetzt die Zeit zu nutzen, damit die Active City Hamburg für Sportlerinnen und Sportler bald noch attraktiver ist. Die Zwischenbilanz zeigt: Nach so kurzer Zeit konnten bereits sehr viele Vereine unterstützt werden. Die Lage ist mittlerweile dramatisch und daher ist uns als Senat klar: Wir bleiben dran und arbeiten an weiteren Möglichkeiten, den Sport in Hamburg zu unterstützen.“

 

HSB-Vorstand Ralph Lehnert: „Die Anzahl der antragstellenden Vereine und die Höhe der ausgezahlten Mittel zeigen, dass die Krise nun voll auf den Sport durchschlägt. Der Vereinssport steht seit einem halben Jahr fast komplett still und die Perspektive fehlt weiterhin. Jeder Tag des Sport-Lockdowns vergrößert die Schwierigkeit, sehr viele Vereinsanfragen zeigen uns, dass die Not bei Hamburgs Vereinen größer wird. Wir danken der Stadt sehr für die erneute finanzielle Hilfe, um den Vereinssport in dieser Krise zu unterstützen.“

 

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