Der CDU-Antrag „Einführung eines digitalen Lotsendienstes zur bürgerfreundlichen Unterstützung bei Verwaltungsverfahren im Bezirk Wandsbek“ (Drs. 22-3173) wird in der kommenden Bezirksversammlung behandelt. Ziel des Antrags ist es, Bürgerinnen und Bürger künftig frühzeitig, verständlich und niedrigschwellig durch komplexe Verwaltungsverfahren zu begleiten, um so Antragsprozesse effizienter und transparenter zu gestalten.
Viele Menschen erleben Verwaltungsverfahren als unübersichtlich und schwer verständlich. Insbesondere bei Leistungen wie Wohngeld, Anliegen im Standesamt oder Meldeangelegenheiten sind zahlreiche Formulare, Fachbegriffe und formale Anforderungen zu beachten. Häufig fehlen Unterlagen oder es kommt zu Rückfragen, was zu Verzögerungen in der Bearbeitung und zusätzlicher Belastung in der Verwaltung führt.
Der Antrag sieht vor, einen digitalen Lotsendienst als Pilotprojekt einzuführen. Dieser soll Verwaltungsverfahren verständlich erklären, frühzeitig über benötigte Unterlagen informieren, auf typische Fehler aufmerksam machen und so dazu beitragen, unvollständige Anträge möglichst zu vermeiden. Existierende Lösungen setzen lediglich auf vor Ort Unterstützung, dieser Antrag fordert ein flexibleres digitales Orientierungs- und Informationsangebot.
Der Pilotversuch soll zunächst auf besonders beratungsintensive Bereiche wie Wohngeld, Standesamt oder Meldeamt beschränkt und in Zusammenarbeit mit dem telefonischen HamburgService (115) umgesetzt werden
„Viele Bürgerinnen und Bürger scheitern nicht am Willen, sondern an komplizierten Verfahren. Mit einem digitalen Lotsendienst wollen wir Verwaltung verständlicher machen und die Menschen bereits vor der Antragstellung gezielt unterstützen. Das spart Zeit, reduziert Frust und entlastet zugleich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bezirksamt“, sagt Patricia Meier, Fachsprecherin für Digitales der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek.
