Erneut Schüsse im Bezirk Wandsbek – Schwerverletzter nach neuer Gewalttat, Innensenator Andy Grote soll der Bezirkspolitik Rede und Antwort stehen

Im Bezirk Wandsbek finden seit geraumer Zeit vermehrt Schießereien statt. In der jüngeren Vergangenheit gab es in den Stadtteilen Bramfeld, Jenfeld, Farmsen-Berne und Rahlstedt mehrere Vorfälle mit Schusswaffengebrauch. In Jenfeld wurden dabei zwei Menschen verletzt. In Farmsen-Berne wurde ein Rocker-Boss niedergeschossen. In einer Shisha-Bar in Bramfeld kam es nun bereits zum dritten Mal zum Gebrauch einer Schusswaffe.

Am vergangenen Samstag wurde ein 18-jähriger nach einem Streit vor der einschlägigen Shisha-Bar in Bramfeld angeschossen. Der 18-jährige Polizeibekannte schleppte sich zu einer in der Nähe gelegenen Abiturfeier. Die auf der Feier Anwesenden verständigten sofort die Polizei. Die Abiturfeier wurde daraufhin für 1,5 Stunden unterbrochen und die Jugendlichen draußen befragt. Anschließend wurde die Feier aufgelöst. Entsprechend entsetzt waren die betroffenen Schülerinnen und Schüler von dem gesamten Vorfall. Die bezirkliche Politik wird auf die wachsende Kriminalität im Bezirk mit Schusswaffengebrauch angesprochen. Die Bürger beschweren sich, dass in ihren Wohnstraßen solche gravierende Kriminalität geschieht.

Die CDU hatte bereits am 15. Mai dieses Jahres in einem Antrag in der Bezirksversammlung gefordert, dass die Polizei über vermehrte Strafdelikte mit Schusswaffengebrauch im nicht-öffentlichen Teil eines Ausschusses berichtet und diese einordnet. Dieser Antrag wurde von den bezirklichen Ampel-Fraktionen abgelehnt.

Die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek fordert nunmehr erneut in einem Antrag eine Befassung mit dem vermehrten Schusswaffengebrauch im Bezirk Wandsbek. Dafür soll der Senator für Inneres, Andy Grote, Rede und Antwort stehen.

„Die Wandsbeker Bürgerinnen und Bürger sind über die häufigen Vorfälle mit Schusswaffengebrauch verunsichert und fordern eine stärkere Aufklärung. Es muss im Ausschuss dargelegt werden, inwiefern die vielen Streitereien mit Schusswaffengebrauch im Bezirk Wandsbek zusammenhängen und ob es sich um eine oder mehrere Bandenauseinandersetzungen handelt. Zudem muss Senator Grote darlegen, welche Sicherheitsstrategie der Senat hat, um diese Schwerstkriminalität im Bezirk Wandsbek einzudämmen und welche Punkte öffentlich kommuniziert werden dürfen“, sagen die Fraktionsvorsitzende Dr. Natalie Hochheim und der Bramfelder Wahlkreisabgeordnete Jens Wagner.