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Flüchtlingsunterbringung im Bezirk Wandsbek – Rot-Grüne Bauplanung ohne Sinn und Verstand

Die von der Rot-Grünen Koalition in der gestrigen Bezirksversammlung Wandsbek beschlossenen Flächen für den Bau von 800 Wohneinheiten für die künftige bezirkliche Flüchtlingsunterbringung entstammen einem Gemisch aus blindem Aktionismus, Uninformiertheit, ideologischer Verbohrtheit und handwerklichen Fehlern.

„Weder wurde die vom Senat vorgegebene Zahl von 800 Wohneinheiten pro Bezirk hinterfragt, noch eine eigene Prognose aufgestellt, ob tatsächlich eine derart hohe Zahl von Wohnungen überhaupt gebraucht wird, zumal mit einer Baufertigstellung frühestens im Spätsommer 2016 zu rechnen ist und dies auch nur, wenn keine Hindernisse auftauchen. Diese Pläne nützen daher für die derzeitige Lage in Hamburg überhaupt nichts“, so unser Fachsprecher für Planung, Philip Buse.

Davon ausgehend, dass eine Wohneinheit im sozialen Wohnungsbau mit ca. vier Personen belegt sein wird, bedeutet das exemplarisch am Gebiet Ohlendiek in Poppenbüttel  etwa 17 dreigeschossige Gebäude mit jeweils 18 Wohnungen oder ca. 13 viergeschossige Gebäude mit jeweils 24 Wohnungen. Wenn zwischen diesen Gebäuden die notwendigen Abstände eingehalten werden sollen, würde das gesamte Gelände zwischen dem Ohlendiek und der Mellingbek bebaut werden.

Das Baugebiet an der Glashütter Landstraße ist in Wirklichkeit ein Baugebiet am Agnes-Sellenschlo-Weg in Hamburg-Nord, da es von Wandsbeker Seite überhaupt nicht erreicht werden kann. Hier wird also ohne Abstimmung einem benachbarten Bezirk ein Wohngebiet mit bis zu 1.200 Einwohnern vorgesetzt und die benachbarte Stadt Norderstedt, deren Nahversorgungszentrum Glashütte in 400 m Luftlinie dieses neue Wohngebiet mit abdecken soll, wird überhaupt nicht in die Planungen mit einbezogen.

Die Fläche am Hummelsbütteler Rehagen liegt mitten in der von den Grünen bisher als „heilig“ angesehen Grünachse vom Wittmoor bis zum Alsterlauf und in unmittelbarer Nähe zu der 70er Jahre Großsiedlung Tegelsbarg und seinen Jahrzehnte währenden sozialen Problemen. Ausgerechnet hier ebenfalls bis zu 1.200 neue Anwohner fast ausschließlich mit Migrationshintergrund anzusiedeln ist unverantwortlich!

„Anstelle eine Verteilung in viele kleine Einheiten von maximal 30 – 50 Wohneinheiten zu planen, wofür der SPD Bezirksamtsleiter Ritzenhoff auch mehrere Flächen im Bezirk Wandsbek aufgezeigt hat, folgt hier die SPD ihrem alten sozialdemokratischen Reflex nach Großbausiedlungen ohne etwas aus der Geschichte gelernt zu haben“, so Buse weiter.

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