Keine Baustellenumleitung über den Ohlsdorfer Friedhof – CDU setzt sich für die Friedhofsruhe ein

In der gestrigen Bezirksversammlung Wandsbek stellten die Fraktionen der Ampelkoalition einen Antrag, der die temporäre Öffnung des Friedhofs Ohlsdorf für den allgemeinen Verkehr fordert (Drs. 22-2173). Die CDU-Fraktion spricht sich gegen diesen Vorschlag aus.

Die angespannte Verkehrslage und die vielen Baustellen rund um Bramfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel sind zum wiederholten Mal Thema in der Bezirksversammlung. Neu ist nun, dass die Ampelkoalition die Verkehrsbelastung anerkennt und nach Lösungen sucht. Allerdings ist die Öffnung des Ohlsdorfer Friedhofs als Umleitungsstrecke keine tragfähige Option. Eine solche Maßnahme wäre mit dem Gebot der Friedhofsruhe nicht vereinbar. Zudem würde die Schaffung einer neuen Ausweichstrecke, um den Staus zu entgehen, wie ein geöffnetes Ventil wirken und sogartig Verkehr auf die Friedhofsstraße spülen.

Die Gewährung von Zufahrtskarten für Anlieger mit berechtigtem Interesse unterstützen die CDU-Fraktion. Es ist grundsätzlich eine sinnvolle Maßnahme, aber auch hier zeichnen sich bereits erste Konflikte mit dem Friedhofsbetrieb ab. Noch mehr Verkehr würde zu weiteren Konflikten führen.

Dazu Jens Wagner, Mitglied der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek: „Die CDU setzt sich seit langem für eine Entlastung der Stausituation rund um Bramfeld, Steilshoop und Wellingsbüttel ein. Die Öffnung des Ohlsdorfer Friedhofs ist jedoch keine Lösung, da das Verkehrsaufkommen und die Baustellenzahl zu hoch sind. Die Friedhofsruhe würde dadurch empfindlich gestört werden. Stattdessen sind eine bessere Baustellenkoordination und leistungsfähige Umleitungsstrecken notwendig, um die Akzeptanz der U5-Baustelle zu sichern.“