Die CDU-Fraktion Wandsbek zeigt sich überrascht über eine aktuelle Mitteilung des Bezirksamtes zur Zukunft der P+R-Fläche an der Hasselbrookstraße. Demnach soll das Grundstück künftig als Standort für Busüberliegerplätze der Hamburger Hochbahn genutzt werden. Gleichzeitig geht das Bezirksamt davon aus, dass die Fläche deshalb für andere Nutzungen nicht zur Verfügung steht.
Für die CDU-Fraktion überraschend ist, dass das Bezirksamt die Fläche an der Hasselbrookstraße nun faktisch als künftigen Busüberliegerstandort behandelt. Bislang war nicht bekannt, dass die ehemalige P+R-Fläche für diesen Zweck konkret vorgesehen ist.
Die CDU-Fraktion setzt sich seit Jahren für die Entwicklung der Fläche zu einer oberirdischen Quartiershochgarage ein, um den erheblichen Parkdruck im Umfeld des Bahnhofs Hasselbrook zu reduzieren und zusätzliche Stellplätze für Anwohner zu schaffen.
Dr. Natalie Hochheim, Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek, erklärt:
„Die Mitteilung des Bezirksamtes wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Bislang wurde die Fläche an der Hasselbrookstraße als möglicher Standort für eine Quartiershochgarage diskutiert. Nun erfahren wir, dass dort offenbar Busse abgestellt werden sollen. Wie diese Entscheidung zustande gekommen ist und welche Auswirkungen sie auf das Quartier hätte, bleibt völlig offen.“
Kritisch sieht die CDU-Fraktion, dass die ehemalige P+R-Fläche offenbar nicht für Zwecke des Quartiers oder des Bahnhofs Hasselbrook vorgesehen werden soll. Nach Angaben des Senats sollen zusätzliche Überliegerstandorte dazu beitragen, die bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßende Busanlage Wandsbek Markt zu entlasten. Die Fläche an der Hasselbrookstraße wäre damit nicht in erster Linie für die Verkehrsbedürfnisse des Quartiers vorgesehen, sondern zur Lösung von Kapazitätsproblemen an anderer Stelle im Bezirk.
Damit würden die Auswirkungen eines Busüberliegerstandortes vor allem im Umfeld der Hasselbrookstraße spürbar werden, obwohl damit in erster Linie Kapazitätsengpässe am Busbahnhof Wandsbek Markt gelöst werden sollen. Zudem bleibt unklar, weshalb aus einer im Rahmenplan genannten Standortoption inzwischen offenbar eine konkrete Festlegung geworden sein soll.
Hinzu kommt, dass die Hasselbrookstraße nach den Planungsunterlagen der Freien und Hansestadt Hamburg als Quartiersstraße eingestuft wird. Aus Sicht der CDU-Fraktion stellt sich daher die Frage, ob dieser Standort für einen Busüberliegerbetrieb tatsächlich die beste Lösung darstellt und welche Auswirkungen die regelmäßigen An- und Abfahrten von Gelenkbussen auf das Wohnumfeld haben würden.
„Es muss sorgfältig geprüft werden, ob die Hasselbrookstraße der richtige Standort für einen Busüberliegerbetrieb ist. Bislang ist nicht erkennbar, weshalb diese Fläche gegenüber anderen Standorten bevorzugt werden soll und welche Auswirkungen dies für Anwohner und Quartier hätte“, so Hochheim weiter.
Die CDU-Fraktion hat deshalb ein Auskunftsersuchen eingereicht, um die Hintergründe der Planungen aufzuklären. Für die CDU ist klar: Bevor eine derart weitreichende Entscheidung für einen Busüberliegerstandort in Eilbek getroffen wird, müssen die Planungen offengelegt, die Auswirkungen transparent dargestellt und mögliche Alternativen ernsthaft geprüft werden. Dazu gehört ausdrücklich auch die seit Jahren von der CDU geforderte Quartiersgarage, die einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Parkdrucks im Wohnquartier leisten könnte.
