Seit vielen Jahren ist das StoP-Projekt (Stadtteile ohne Partnergewalt) jährlich auf unterschiedliche Förderungen angewiesen, um eine Finanzierung zu gewährleisten.
Mit Drs. 20-1306 aus dem Jahr 2015 ergriff die CDU-Fraktion bereits die erste Initiative eine Verstetigung der Finanzierung des Stop-Projektes in Steilshop durch die Sozialbehörde zu erwirken. 10 Jahre später, nach zwischenzeitlich zahlreichen Anfragen an die Fachbehörde, wiederholte die CDU-Fraktion im Februar 2025 (Drs. 22-1075) ihre Forderungen. Nun erhält das StoP-Projekt in Steilshoop zwar zusätzliche Mittel. Eine große Finanzierungslücke bleibt aber weiterhin bestehen.
Das Projekt „StoP“ zielt auf das Gemeinwesen ab und schafft durch Nachbarschaftsnetzwerke ein präventives Werkzeug gegen Partnergewalt. Die Mehrzahl von häuslicher Gewalt bzw. Partnergewalt Betroffener wird von vorhandenen Hilfesystemen, wie Beratungsstellen, Frauenhäuser oder auch Täterprogramme nicht erreicht. Nach wie vor ist diese Thematik stark tabuisiert.
Hier gilt es Öffentlichkeit zu schaffen, um die Täter von der Ausübung der Gewalt abzuhalten und um den Opfern die Solidarität und den Schutz der Gemeinschaft zu bieten. Studien belegen, dass in Nachbarschaften, in denen die Einmischung bei Gewalt ein übliches Handlungsmuster ist, vergleichsweise weniger Gewalt ausgeübt wird als in Nachbarschaften, in denen die Norm der „Nichteinmischung“ dominiert.
Nun wurde die Förderrichtlinie StoP –Stadtteile ohne Partnergewalt durch die Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration neu festgelegt. Durch eine Aufstockung der Sockelfinanzierung stehen jedem einzelnen Projekt jährlich 40.000 Euro zur Verfügung. Der Bezirk Wandsbek erhält nun für 2026 80.000 Euro, welche hälftig an das Projekt in Steilshop und an das zweite Projekt am Tegelsbarg entfallen. Dieser Betrag deckt aber bei weitem nicht den Bedarf. Das Defizit von ca. 80.000 Euro für Steilshoop und ebenfalls geschätzten über 80.000 Euro für den Tegelsbarg muss weiterhin durch Einzelförderungen, wie dem bezirklichen Quartierfonds ausgeglichen werden.
Dazu Claudia Folkers, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Bezirksfraktion Wandsbek: „Es ist wichtig, dass wir nachbarschaftliche soziale Projekte wie „SToP“ von staatlicher Seite finanziell verlässlich unterstützen. So kann staatliche Unterstützung geleistet werden, auch in Bereichen, in die der Staat sonst womöglich nicht helfen kann. Das Projekt hat sich über viele Jahre bewährt, sodass eine dauerhafte Globalfinanzierung angestrebt werden muss.“
