Tätigkeitsbericht 2025 – Projekt „Wir im Quartier“
Drs. 22-3771
Kleine Anfrage vom 04.06.2026
Sachverhalt:
Im Tätigkeitsbericht 2025 berichtet das Bezirksamt über den Abschluss des Mietvertrages für Flächen im Quartier Wandsbek Markt, die Durchführung von Nutzerbedarfsanalysen, die Planung moderner Arbeitswelten sowie die Umsetzung von Akzeptanz- und Changemanagementmaßnahmen.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 16.06.2026
1. Welche konkreten Ergebnisse haben die im Tätigkeitsbericht genannten Nutzerbedarfsanalysen erbracht?
Bezirksamt Wandsbek:
Die Nutzerbedarfsanalyse zielte darauf ab, die spezifischen Anforderungen von Front- und Backoffice differenziert zu erfassen und zu dokumentieren. Dadurch wurde sichergestellt,
dass die neuen Flächen optimal auf die Bedürfnisse sowohl der Bürgerinnen und Bürger als auch der Mitarbeitenden zugeschnitten sind und die Arbeitsabläufe effizient unterstützt
werden. Dabei stand nicht nur die quantitative Abbildung des Raumbedarfs im Fokus, sondern auch die Entwicklung eines zukunftsweisenden Nutzungskonzepts, das
die Kommunikation sowohl zwischen den Mitarbeitenden als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern verbessert.
Im Ergebnis wurde deutlich, dass ein tätigkeitsbasiertes Arbeitsplatzkonzept mit verschiedenen Raummodulen für unterschiedliche Tätigkeiten sinnvoll ist. Dabei wurden folgende
Tätigkeitsbereiche unterschieden: Konzentriertes Arbeiten, Zusammenarbeit, Kommunikation und Gemeinschaft.
Auf dieser Grundlage konnte der Bedarf an unterschiedlichen Raumtypen konkretisiert werden. Folgende Raumtypen wurden erarbeitet:
Frontoffice:
Foyer
Empfangs- und Wartebereiche
Beratungsräume
Backoffice:
Büroräume (Einzel- und Mehrpersonenbüros)
Besprechungsräume (inkl. Multifunktionsräume)
Sonderflächen für Kommunikation (z. B. Meeting-Points, Steh-Sitz-Besprecher, Work-Cafés, Telefonboxen)
Sozialräume (z. B. Teeküchen, Pausenräume)
2. Welche wesentlichen Änderungen an der Flächenkonzeption oder Belegungsplanung haben sich hieraus ergeben?
Bezirksamt Wandsbek:
Änderungen an der Flächenkonzeption und Belegungsplanung ergaben sich aus anderweitigen organisatorischen Entwicklungen. So wurde 2025 die Schaffung eines neuen bezirklichen Zentralamts für den Unterhaltsvorschuss (ZUV) beschlossen und die Bündelung aller rund 100 Beschäftigten dieses Zentralamts im Bezirksamt Wandsbek vorgesehen.
Da die Fläche am Standort Wandsbeker Marktstraße 63-65 nicht ausreichend Kapazität für alle Beschäftigten des ZUV bietet, werden diese nicht in die neue Fläche umziehen.
Ebenso zieht der Bereich Eingliederungshilfe nicht mit ein, da dieser inzwischen Teil des am 01. Januar 2026 gegründeten Zentrums für Teilhabe der Sozialbehörde ist.
3. Welche konkreten Maßnahmen des im Tätigkeitsbericht genannten Akzeptanzmanagements wurden bislang durchgeführt?
Bezirksamt Wandsbek:
Zur Förderung der Akzeptanz wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter die Einrichtung eines SharePoints, ein Projektblog, regelmäßige Baustellenbegehungen,
Workshops und Befragungen der Mitarbeitenden.
4. Wie viele Beschäftigte wurden bislang in die Planungen einbezogen?
Bezirksamt Wandsbek:
Die Bereiche Interner Service, Ressourcensteuerung und Klimaschutz sowie der Personalrat und die Interessenvertretungen (Schwerbehindertenvertretung, Gleichstellungsbeauftragte)
begleiten die Planungen eng. Auch die zukünftig Nutzenden werden aktiv einbezogen, unter anderem durch eine Befragung, bei der 370 Personen aktiv angeschrieben
wurden und 100 Personen eine Rückmeldung gaben.
5. Welche Rückmeldungen oder Kritikpunkte wurden dabei besonders häufig geäußert?
Bezirksamt Wandsbek:
Häufig geäußert wurden Machbarkeitszweifel („Wird es wirklich so schön?“) sowie Vorbehalte gegenüber modernen Arbeitswelten und Raumkonzepten, insbesondere hinsichtlich
der ausreichenden Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen im Desk-Sharing-Modell sowie von Rückzugs- und Besprechungsräumen.
