Überfälliger Bau der Berufsfeuerwache Hummelsbüttel verzögert sich weiter

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass im Hamburger Norden die Eintreffzeiten von Feuerwehr und Rettungsdienst deutlich über den zulässigen Hilfsfristen liegen. Nach älteren Erhebungen erreichte die Berufsfeuerwehr Sasel im Alstertal und in den Walddörfern lediglich in 36,8 Prozent aller Einsätze den Einsatzort innerhalb von acht Minuten. „An dieser unhaltbaren Situation hat sich leider nichts geändert, da bislang keine zusätzliche Feuerwache realisiert wurde“, erklären Hans-Joachim Feigl und Wolfgang Kühl, CDU-Mitglieder im Regionalausschuss Alstertal.

Bereits das Strategiepapier der Feuerwehr Hamburg aus dem Jahr 2012 empfahl den Bau einer weiteren Berufsfeuerwache im Hamburger Norden. Als geeigneter Standort wurde der bisherige Festplatz in Hummelsbüttel an der Ecke Hummelsbüttler Hauptstraße / Ring 3 identifiziert.

Der Senat hatte vor zwei Jahren auf eine CDU-Anfrage hin einen Baubeginn im Jahr 2027 und eine Fertigstellung im Jahr 2029 in Aussicht gestellt. Doch wie eine aktuelle Anfrage der CDU zeigt, ist selbst der dafür notwendige Vorlauf inzwischen erheblich ins Stocken geraten. Während die Senatsantwort 22/13454 noch angekündigt hatte, dass die Baugenehmigung voraussichtlich im August 2025 vorliegen solle, bestätigt der Senat nun (Drs. 23/2171), dass weder ein Bauantrag eingereicht noch eine Genehmigung erteilt wurde.

Stattdessen befinde sich das Projekt laut Senat erst im Abschluss der Entwurfsplanung (LPH 3). Das Bauantragsverfahren werde nun erst für die erste Jahreshälfte 2026 angestrebt – und auch das nur vorbehaltlich der Bereitstellung der notwendigen Planungsgelder. Die Verzögerungen begründet der Senat unter anderem mit Verspätungen in der Projektinitiierung, darunter die späte Vorlage einer Freihalteerklärung sowie die Umstellung des Projekts auf ein Mieter-Vermieter-Modell.

„Für die Bürgerinnen und Bürger im Alstertal ist völlig unverständlich, dass sich der Prozess derart verzögert und selbst die früheren Zusagen des Senats nicht eingehalten werden“, so Feigl und Kühl weiter.

„Damit die Menschen im Hamburger Norden im Notfall endlich schneller Hilfe erhalten, muss der Senat die benötigten Planungsgelder unverzüglich freigeben und das Projekt endlich voranbringen“, fordern die beiden CDU-Vertreter abschließend.

Bild: Feigl und Kühl (v.l.n.r.) auf dem Festplatz in Hummelsbüttel (Foto: CDU-Fraktion Wandsbek)