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Überlastungsanzeigen im Bezirksamt Wandsbek – Rot-Grün lehnt eine Befassung im Hauptausschuss ab

Überlastungsanzeigen bieten Verwaltungsangestellten die Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen, dass sie ihre Arbeit nicht bewältigen können. Dies dient dem Schutz der Mitarbeiter und sendet ein deutliches Zeichen an die Vorgesetzten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Im Bezirksamt Wandsbek wurden allein in diesem Jahr bereits 38 solcher Überlastungsanzeigen eingereicht. Das sind wesentlich mehr als in allen anderen Bezirksämtern. Besonders das Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ) ist betroffen. Grund dafür soll die „hohe Antragslage durch bauwirtschaftliche Rahmenbedingungen“ sein.

Die CDU-Fraktion Wandsbek hat daher in der gestrigen Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek in einem Antrag einen Bericht über die Gründe und geplanten Maßnahmen gegen die vielen Überlastungsanzeigen durch die Bezirksamtsleitung gefordert. Diesen lehnte die rot-grüne Koalition jedoch ab.

„Die Ablehnung ist unverständlich. Seit Jahren ist das WBZ stark von Überlastungen betroffen. Die hohe bauwirtschaftliche Auftragslage kann nicht der alleinige Grund dafür sein. Alle anderen Bezirksämter stehen schließlich vor einer ähnlichen Situation“, sagt Jörn Weiske, stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Wandsbek.

Die CDU verlangt Aufklärungsarbeit. „Die Bezirksamtsleitung ist in der Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen. Die Überlastungen beeinflussen nicht nur die Angestellten, sondern führen auch zu Problemen bei Bauanträgen. Deutlich zeigt sich dies in der Ausschussarbeit. Wir werden nun eine Anfrage stellen und bleiben dran”, so Weiske.

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