Japanischer Staudenknöterich im Bezirk Wandsbek – Vorkommen und Umgang mit der invasiven Pflanzenart
Drs. 22-4094
Kleine Anfrage vom 11.08.2026
Sachverhalt:
Der Japanische Staudenknöterich zählt zu den invasiven gebietsfremden Pflanzen. Er kann dichte Bestände bilden und dadurch heimische Pflanzen verdrängen. Das Bezirksamt Wandsbek informiert bereits auf seiner Internetseite sowie mit einem eigenen Flyer über die Pflanzenart, ihre Ausbreitung und Möglichkeiten ihrer Eindämmung.
Auch in der Vergangenheit hat sich das Bezirksamt bereits mit entsprechenden Vorkommen befasst. So wurden entlang der Berner Au verschiedene Vorkommen festgestellt. Zur erstmaligen Bekämpfung wurde dort eine Fachfirma mit dem Ausstechen der Pflanzen beauftragt (Drs. 21-7038).
Aus der Bevölkerung gibt es aktuell Hinweise auf größere Pflanzenbestände im Bereich der Wandse nahe der Hogrevestraße sowie entlang des Wandsewegs über den Ring 2 hinweg in Richtung stadteinwärts. Nach dem äußeren Erscheinungsbild besteht der Verdacht, dass es sich hierbei ebenfalls um Japanischen Staudenknöterich handelt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
Das Bezirksamt Wandsbek antwortet wie folgt: 21.08.2026
1. Sind dem Bezirksamt die beschriebenen Pflanzenbestände im Bereich der Wandse nahe der Hogrevestraße sowie entlang des Wandsewegs über den Ring 2 hinweg in Richtung stadteinwärts bekannt? Handelt es sich hierbei um Japanischen Staudenknöterich und welche ungefähre Fläche umfassen die Bestände?
Bezirksamt Wandsbek:
Der Bestand des Japanischen Staudenknöterichs an der Wandse im Bereich der Hogrevestraße ist dem Bezirksamt Wandsbek grundsätzlich bekannt, eine Flächenbemessung liegt nicht vor.
2. Welche weiteren Vorkommen des Japanischen Staudenknöterichs sind dem Bezirksamt entlang der Wandse und des Wandse-Wanderwegs bekannt? Bitte die Standorte und, soweit bekannt, die ungefähre Größe angeben.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu den Fragen 6 und 8.
3. Welche weiteren Bestände des Japanischen Staudenknöterichs sind dem Bezirksamt im Bezirk Wandsbek bekannt? Bitte die Standorte möglichst konkret benennen.
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu den Fragen 6 und 8.
4. Welche Maßnahmen wurden in den vergangenen drei Jahren gegen den Japanischen Staudenknöterich entlang der Wandse bzw. des Wandse-Wanderwegs durchgeführt?
Bezirksamt Wandsbek:
Siehe Antwort zu Frage 6.
5. Sind gegen die aktuell beschriebenen Bestände Maßnahmen vorgesehen? Wenn ja, welche und wann?
Bezirksamt Wandsbek:
Die meisten Bestände an Gewässern werden mit der Mahd der Uferböschungen einmal jährlich im Zeitraum von September bis Mitte November gemäht. Eine Bekämpfung der Bestände erfolgt damit nicht.
An wenigen Bachabschnitten, wo z. B. durch die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen (Bachpaten) eine dauerhafte Vegetationskontrolle ermöglicht wird, werden die Pflanzen neu aufkommender Bestände bzw. zur Begrenzung der seitlichen Ausdehnung von Dominanzbeständen ausgegraben:
Wandse: Altrahlstedter Weg, Mecklenburger Straße, Pulverteich bis Nordmarkteich, Holzmühlenteich;
Farmsener Moorgraben: Tegelweg;
Osterbek: unterhalb Rückhaltebecken Barenblek;
Berner Au: Rahlstedter Weg;
Beerngraben: St.Jürgenstra.e
Vereinzelt konnten in der Vergangenheit zur Unterstützung der Ehrenamtlichen etablierte Bestände mit Maschineneinsatz gerodet werden:
Seebek: südl. Ende der Fabriciusstraße (2019)
Wandse: Mecklenburger Straße (2022), Höhe Botanischer Sondergarten (2024), Rahlstedter Uferweg (2025)
Berner Au: (2023).
6. Nach welchen Kriterien entscheidet das Bezirksamt, ob und mit welchen Maßnahmen gegen Bestände des Japanischen Staudenknöterichs vorgegangen wird?
Bezirksamt Wandsbek:
Nach dem Kriterium der für ein systematisches Vorgehen erforderlichen, jedoch nicht vorhandenen Ressourcenverfügbarkeit, kann das Bezirksamt derzeit allenfalls vereinzelt gegen etablierte Dominanzbestände des Japanischen Staudenknöterichs vorgehen (siehe Antwort zu Frage 6).
Vor einer Bekämpfung von Dominanzbeständen des Japanischen Staudenknöterichs an Gewässern sind darüber hinaus die Folgekosten durch den Eingriff in die Uferböschung abzuwägen, da die Uferböschung ggf. neu aufgebaut werden muss.
7. Werden die bekannten Bestände des Japanischen Staudenknöterichs im Bezirk Wandsbek systematisch erfasst bzw. dokumentiert? Wenn ja, wie viele Standorte sind derzeit erfasst und wie hat sich deren Zahl in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?
Bezirksamt Wandsbek:
Nein.
